Stoß


Stoß

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Stoß [ʃto:s], der; -es, Stöße ['ʃtø:sə]:
1.
a) das Stoßen; heftiger Ruck:
er gab, versetzte ihm einen Stoß, dass er umfiel.
Syn.: Hieb, Klaps, 1 Puff (ugs.), Schlag, Schubs (ugs.), Stups (ugs.).
b) ruckartige Bewegung:
die Stöße eines Erdbebens.
Syn.: Erschütterung.
2. aufgeschichtete Menge gleicher Dinge; Stapel:
ein ganzer Stoß ungelesener Zeitungen.
Zus.: Aktenstoß, Bretterstoß, Bücherstoß, Holzstoß, Wäschestoß, Zeitungsstoß.

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Stoß1 〈m. 1u
1. heftiger, plötzlicher Anprall eines bewegten Körpers an einen anderen bewegten od. unbewegten (Zusammen\Stoß)
2. heftige Bewegung in einer Richtung (Atem\Stoß, Erdbeben\Stoß, Wind\Stoß)
3. ruckartige gezielte Bewegung (Dolch\Stoß, Schwimm\Stoß)
4. Menge von geordnet aufeinanderliegenden Gegenständen, Stapel (Akten\Stoß, Bücher\Stoß, Holz\Stoß, Wäsche\Stoß)
5. untergelegtes u. ein wenig hervorschauendes Gewebestück an Kleidungsstücken
6. Seitenwände eines Grubenbaus
7. Verbindung zweier aneinanderstoßender Konstruktionsteile
8. 〈kurz für〉 Schienenstoß, Stoßgarn
9. die zur Ernährung einer Kuh notwendige Fläche der Alp
10. größere Menge einer Arznei o. Ä. innerhalb eines kurzen Zeitraumes (Vitamin\Stoß)
● ein \Stoß Briefe, Teller; die Stöße der Räder, des Wagens auf holpriger Straße ● einen \Stoß abwehren, auffangen; einen \Stoß erhalten; sein Selbstvertrauen hat einen (gewaltigen) \Stoß erlitten, erhalten; einen \Stoß (mit dem Degen) führen; sich einen \Stoß geben 〈fig.〉 sich überwinden, etwas zu tun, einen schweren Entschluss fassen; seinem Herzen einen \Stoß geben 〈fig.〉 sich zu etwas durchringen; jmdn. od. einem Gegenstand einen \Stoß versetzen ● mit kräftigen Stößen schwimmen; das gab ihm den letzten \Stoß 〈fig.〉 das vernichtete ihn völlig (z. B. geschäftlich); einen sicheren \Stoß haben 〈Billard〉 ● ein \Stoß ins Horn Atemstoß; einen \Stoß in den Rücken erhalten; \Stoß mit dem Ellenbogen, Fuß, Gewehrkolben, mit den Hörnern [<mhd., ahd. stoz in der Bedeutung „aufgeschichteter Haufen“; vermutl. aus der fig. Bedeutung von mhd. stozen „stellen, stecken, stopfen“]
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Stoß2 〈m. 1u; Jägerspr.〉 Schwanz (bei größerem Federwild) [→ Steiß]

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Stoß Stoßprozess.

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Stoß , der; -es, Stöße [mhd., ahd. stoʒ, zu stoßen]:
1.
a) [gezielte] schnelle Bewegung, die in heftigem Anprall auf jmdn., etw. trifft:
ein leichter, heftiger, kräftiger S.;
ein S. mit dem Kopf;
jmdm. einen S. in die Seite, vor den Magen, gegen die Schulter geben;
dem Reifen einen S. mit dem Fuß versetzen;
jmdm. einen S. versetzen (jmdn. plötzlich stark erschüttern u. unsicher machen);
b) (Leichtathletik) das Stoßen der Kugel:
er hat noch zwei Stöße;
die Britin tritt zu ihrem letzten S. an.
2. Schlag, Stich mit einer Waffe:
einen S. parieren, auffangen;
den ersten, den entscheidenden S. führen.
3. ruckhaft ausgeführte Bewegung beim Schwimmen, Rudern:
einige Stöße schwimmen;
mit kräftigen Stößen rudern.
4.
a) stoßartige, rhythmische Bewegung:
die Stöße der Wellen;
in tiefen, flachen, keuchenden Stößen atmen;
b) Kurzf. von Erdstoß.
5. aufgeschichtete Menge; Stapel:
ein S. [von] Zeitungen, Akten, Karten;
sie schichteten das Brennholz in Stößen, zu einem S. auf.
6. (Militär) einzelne offensive Kampfhandlung:
den S. des Feindes auffangen.

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I
Stoß,
 
1) Bergbau: seitliche Begrenzungsfläche eines Hohlraums (Grubenbau) und jede Angriffsfläche für die Gewinnung.
 
 2) Jägersprache: Schwanz des Federwildes, bei Birkhahn und Fasan als Spiel bezeichnet.
 
 3) Physik: der allgemein nur kurz andauernde Zusammenprall zweier sich relativ zueinander bewegender Körper unter Impuls- und Energieaustausch. Dabei ändern sich ihre Geschwindigkeiten im Allgemeinen sowohl in der Größe als auch in der Richtung. Man unterscheidet zwischen zentralem Stoß (mit maximaler Impulsübertragung) und nichtzentralem (exzentrischem) Stoß, je nachdem, ob im Berührungspunkt der beiden zusammenstoßenden Körper (Masse m1 und m2) die gemeinsame Oberflächennormale (Stoßnormale) in der Verbindungslinie ihrer Schwerpunkte liegt oder nicht (beim nichtzentralen Stoß erhalten die beiden Körper auf Kosten der kinetischen Energie ihrer Schwerpunktsbewegung entgegengesetzte, gleich große Drehimpulse). Beim geraden Stoß liegen die Geschwindigkeitsvektoren v'1 und v'2 nach dem Stoß parallel oder antiparallel zu den Geschwindigkeitsvektoren v1 und v2 vor dem Stoß; andernfalls liegt ein schiefer Stoß vor.
 
Darüber hinaus unterscheidet man je nach Art der beim Stoß auftretenden Verformungen zwischen elastischen und unelastischen Stößen. Beim (vollkommen) elastischen Stoß gilt neben dem stets gültigen Impulssatz
 
 
der Erhaltungssatz für die Summe der kinetischen Energien:
 
 
Im Spezialfall gleicher Massen der beiden Körper tauschen diese ihre Geschwindigkeit, ihren Impuls und ihre kinetische Energie aus. Ein vollkommen elastischer Stoß liegt angenähert beim Stoß zweier Stahl- oder Elfenbeinkugeln vor (z. B. beim Billardspiel); dabei treten keine bleibenden Deformationen auf. Beim (vollkommen) unelastischen (inelastischen) Stoß oder plastischen Stoß bleiben die beiden Körper nach dem Stoß zusammen und bewegen sich mit der gemeinsamen Geschwindigkeit
 
 
weiter (die infolge des Stoßes eintretende Verformung bleibt erhalten); dabei wird der Stoßverlust (carnotscher Energieverlust) ΔE = ½ μ (v1v2)2, d. h. die kinetische Energie der mit der Relativgeschwindigkeit (v1v2) bewegten reduzierten Masse μ = m1m2 / (m1 + m2) der Stoßpartner, in Wärme (seltener in Licht-, Schall- u. a. Anregungsenergie) umgewandelt. Ein vollkommen unelastischer Stoß erfolgt angenähert beim Zusammenprall zweier Tonkugeln.
 
Stoßprozesse mikrophysikalischer Teilchen spielen in der Atom-, Kern- und Elementarteilchenphysik alsStreuung oder Teilchenumwandlungen (Reaktion) eine große Rolle. Die Stoßgesetze gelten dabei (in relativistischer Form) auch für den Stoß zwischen einem Photon und einem materiellen Teilchen (Compton-Effekt). Der Stoß von Elektronen tritt in allen Gasentladungen und bei der Stoßionisation auf. Auf den Stößen von Gasmolekülen beruht nach der kinetischen Gastheorie z. B. der Gasdruck. Derartige Stoßvorgänge werden meist im Schwerpunktsystem der beteiligten Teilchen beschrieben.
 
In der Begriffsgeschichte der Physik kommt dem Stoß als universelles Deutungsmodell eine große Bedeutung zu. R. Descartes erklärte mithilfe von Stoßgesetzen die Übertragung von Korpuskularbewegungen zwischen Teilchen, deren Bewegungsgröße (der Impuls) sonst eine Erhaltungsgröße ist. C. Huygens erkannte die Gerichtetheit der Bewegungsgröße und gab eine korrekte mathematische Beschreibung der verschiedenen Arten des Stoßes unter Einbeziehung von Energiebetrachtungen. Den Zusammenhang zwischen Stoß und Ausübung von Kräften lieferte I. Newton.
 
 4) Technik: Verbindungs- oder Übergangsstelle zweier aneinander stoßender Teile, z. B. bei Schienen, und Schweißteilen. Man unterscheidet stumpfen, überlappten und verlaschten Stoß, geschweißten, genieteten, geschraubten Stoß, im Holzbau genagelten, verdübelten und geleimten Stoß.
 
II
Stoß,
 
Veit, Bildhauer, Kupferstecher und Maler, * Horb am Neckar (?) um 1447/48, ✝ Nürnberg 22. 9. 1533. Ausgangspunkt für seinen Stil ist neben der schwäbischen Tradition besonders das Werk von N. Gerhaert von Leyden. 1477 gab er sein ererbtes Nürnberger Bürgerrecht auf und folgte einem Ruf nach Krakau. 1485 reiste er nach Breslau, war 1486-87 vorübergehend wieder in Nürnberg und Ende 1488 wieder in Krakau. Sein erstes gesichertes Werk, der farbig gefasste Hochaltar der Marienkirche in Krakau (1477-89), weist Stoß bereits als einen der bedeutendsten Künstler der Spätgotik aus. Mit 13 m Höhe und 11 m Breite ist dieses Werk der größte deutsche spätgotische Schnitzaltar (im Mittelschrein Marientod, auf den Flügeln die sieben Freuden und Leiden Mariä, im Gesprenge Marienkrönung und in der Predella Wurzel Jesse). Die monumentale Gruppe des Marientods drückt durch bewegte Umrisse und aufgewühlte Faltengebung, durch leidenschaftliche Gebärden und beseelte Physiognomien dramatische Erregtheit aus. Ein hohes Maß durchgeistigter Ausdruckskraft kennzeichnet auch die Grabplatte für König Kasimir IV. (✝ 1492) in rotem Marmor (Krakau, Dom). Nach seiner endgültigen Übersiedlung nach Nürnberg 1496 schuf Stoß drei Sandsteinreliefs mit Passionsszenen sowie Holzfiguren des Schmerzensmannes und Marias für die Volckamersche Gedächtnisstiftung im Chor von Sankt Sebald (1499). 1503 kam er wegen einer Schuldscheinfälschung in Haft und wurde öffentlich gebrandmarkt. 1504 floh er nach Münnerstadt. 1506 wurde er von Kaiser Maximilian I. rehabilitiert. In seinen Spätwerken wird eine Beruhigung seines Temperaments spürbar. 1517-18 entstand für die Lorenzkirche in Nürnberg der »Englische Gruß« (Holz), der frei im Chorraum zu schweben scheint (eine Darstellung der Verkündigung, umrahmt von einem fast 4 m hohen und 3 m breiten Rosenkranz, in den Kranzmedaillons Reliefs der sieben Freuden Mariä), sowie der Apostel Andreas (Holz), vielleicht kurz vorher entstanden (Datierung umstritten). Sein letztes Werk, der »Bamberger Altar« (1520-23, Dom; ursprünglich in der Salvatorkirche der Karmeliten in Nürnberg), strahlt Ruhe und Harmonie aus. Von seinem grafischen Werk sind zehn Kupferstiche mit seinen Initialen erhalten. Der 1503 fertig gestellte Marienaltar für die Pfarrkirche in Schwaz in Tirol ging im 18. Jahrhundert verloren.
 
Weitere Werke: Bronzeepitaph für den Krakauer Humanisten Filippo Buonaccorsi, genannt Kallimachos (nach 1496; Krakau, Dominikanerkirche); Hausmadonna vom Weinmarkt (Sandstein; zwischen 1500 und 1503; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum); vier Gemälde mit Szenen der Kilianslegende auf den Flügeln eines Schnitzaltars von T. Riemenschneider (1503 folgende; Münnerstadt, Pfarrkirche); Hausmadonna von der Wunderburggasse (Holz; um 1510 oder eher zwischen 1515 und 1520; ebenda); Zimburgis von Massowien am Maximiliansgrab (Innsbruck, Hofkirche; Entwurf und Modell; 1516; Zuschreibung); Der Erzengel Raphael u der junge Tobias (Holz; 1516; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum); Der heilige Rochus (Holz; wohl nach 1516; Florenz, Santissima Annunziata); Kruzifix (1520; Nürnberg, Sankt Sebald); Drachenleuchter (Holz; 1522; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum; nach einem Entwurf von A. Dürer).
 
 
P. Skubiszewski: V. S. u. Polen (1983);
 
V. S. in Nürnberg, hg. v. R. Kahsnitz, Ausst.-Kat. (1983);
 
V. S., bearb. v. G. Sello (1988);
 M. Stuhr: Der Krakauer Marienaltar von V. S. (1992);
 M. Baxandall: Die Kunst der Bildschnitzer. Tilman Riemenschneider, V. S. u. ihre Zeitgenossen (a. d. Engl., 31996);
 C. F. Albrecht: Stilkrit. Studien zum mittleren Werk des V. S., unter besonderer Berücksichtigung der Volckamer-Stiftung (1997).
 

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Stoß, der; -es, Stöße [mhd., ahd. stoʒ, zu ↑stoßen]: 1. a) [gezielte] schnelle Bewegung, die in heftigem Anprall auf jmdn., etw. trifft: ein leichter, heftiger, kräftiger, brutaler S.; ein S. mit dem Ellbogen, der Faust, dem Kopf; jmdm. einen S. in die Seite, vor den Magen, gegen die Schulter geben; Ich bekomme einen S. und fliege gegen das Schaufenster (Remarque, Obelisk 329); bei dem Auffahrunfall hatten die Fahrgäste nur einen leichten S. gespürt; er ... versetzte dem ... Schränkchen einen verächtlichen S. (Langgässer, Siegel 344); *jmdm. einen S. versetzen (jmdn. plötzlich stark erschüttern u. unsicher machen); b) (Leichtathletik) das Stoßen der Kugel: er hat noch zwei Stöße; die Britin tritt zu ihrem letzten S. an. 2. Schlag, Stich mit einer Waffe: einen S. parieren, auffangen; den ersten, den entscheidenden S. führen; er ficht auf [Hieb und] S.; Er gibt dem zusammengebrochenen Tier mit dem Genickfänger den letzten S. (Koeppen, Rußland 54). 3. ruckhaft ausgeführte Bewegung beim Schwimmen, Rudern: einige Stöße schwimmen; mit kräftigen Stößen rudern. 4. a) stoßartige, rhythmische Bewegung: die Stöße der Wellen; in tiefen, flachen, keuchenden Stößen atmen; Sie hebt und senkt ihren Unterleib in schnellem Rhythmus ... Nach wenigen Stößen ejakuliert er (Chotjewitz, Friede 68); b) kurz für ↑Erdstoß: es folgten noch mehrere [schwache] Stöße; c) jeweils ausgestoßene, fortgewehte o. ä. Menge von Luft o. Ä.: ein S. Zigarettenrauch kam aus ihrer Lunge; Ein S. Schneeluft fuhr herunter (Plievier, Stalingrad 14). 5. aufgeschichtete Menge; Stapel: ein S. [von] Zeitungen, Wäsche, Akten, Noten; Bis vergangenen Herbst hatte Zeidler ... darauf gewartet, dass man ihm einen S. Bücher lieh (G. Vesper, Laterna 49). Stöße von Versandhauskatalogen wurden von den Briefträgern in die Haushalte geschleppt (Innerhofer, Schattseite 171); sie schichteten das Brennholz in Stößen, zu einem S. auf. 6. (Milit.) einzelne offensive Kampfhandlung: den S. des Feindes auffangen. 7. (Technik) ebene Flächen, an denen zwei zu verbindende Bauteile aneinander stoßen (z. B. Schienenstoß). 8. (Bergbau) seitliche Begrenzung eines Grubenbaus. 9. (Jägerspr.) Gesamtheit der Schwanzfedern: der S. des Auerhahns. 10. (Med.) [nach kurzer Zeit wiederholte] Verabreichung eines Medikaments in sehr hoher Dosis. 11. (Schneiderei) Stoßborte.

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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